20.7.2025 - Heute war ein guter Sonntag, um uns unseren bevorstehenden Toskana & Elba-Trip mal genauer anzuschauen.
Nach dem Urlaub ist bekanntlich vor dem Urlaub, und damit wir die nächsten knapp 10 Wochen gut überstehen, zaubern wir uns einfach ein Lächeln auf's Gesicht, indem wir schonmal in Vorfreude schwelgen 😉
Die grobe Route mit den Punkten, die wir auf jeden Fall anschauen wollen, steht, Campingplätze haben wir aber keine gebucht, d.h. wir können ganz flexibel entscheiden, ob wir das Ein oder Andere noch umschmeißen werden.
Was wir heute aber festgelegt haben, sind die beiden Tage der Hin- und Rückreise auf die Insel Elba, und hier haben wir über directferries auch schon die Fähren gebucht.
Mit Stornomöglichkeit aus beliebigem Grund bis 48h vorher für 225 €.
Wir fahren von Piombino nach Porto Ferraio.
Darüber freuen wir uns jetzt sehr, denn schließlich wird das ja unsere Silberhochzeitsreise ♥️
Fellbach —> Lauerz 🇨🇭
Hallihallo, da sind wir 🫶
Und wenn jemand meint, es liefe alles glatt bei uns, der darf sich folgende Gegebenheit auf der Zunge zergehen lassen 😉
Vier Tage vor unserer Abreise stellten wir durch Zufall (Frank tankte Addblue, und ließ dabei den Blick durch den Motorraum schweifen) fest, dass ein Marder in unserem Böbbele getobt hat (es waren an drei Stellen Löcher reingeknabbert, eins davon riesig)
Und so stand das Fahrzeug erstmal bei unserem Mercedeshändler des Vertrauens (Danke an die Firma Kloz für die kurzfristige Betreuung), um zu checken, ob der Schlawiner eventuell irgendwelche Kabel erwischt hat.
Das war Gott sei Dank, nicht der Fall, sie haben das große Loch wieder geschlossen (die beiden kleinen sind ein zu großer Aufwand) und zusätzlich eine Motorwäsche gemacht und so können wir heute beruhigt in unseren langersehnten Urlaub starten 🙏
Wie es mit dem Marderproblem nach dem Urlaub weitergeht, müssen wir mal schauen
Wer Tipps hat, gerne her damit 😉
Aber, unsere Teilkasko übernimmt die Kosten Gott sei Dank 👍
Von all dem lassen wir uns die Laune nicht verderben und jetzt geht’s endlich los.
Wir starten noch heute Richtung Bodensee und die Schweiz, wollen einfach noch ein paar Stunden fahren und uns dann ein nettes Plätzchen zum Übernachten suchen, bevor es morgen dann direkt weiter in’s Herz der Toskana geht, und zwar zu unserem ersten Stop nach San Gimignano.
Das Wetter zuhause ist wie gemacht, um in den Süden zu flüchten, also Let’s Go !!
Bei strömendem Regen geht’s am frühen Abend dann los, kurz vor dem Bodensee hört es dann aber auf und es wird heller.
So mögen wir das, ganz langsam der Sonne entgegen 😉
Kurz vor der Schweizer Grenze machen wir nochmal den Tank voll, und dann geht’s auch schon durch das schöne Heidiland.
Vorbei an Zürich und Zug bis nach Lauerz, wo wir nach 4 Stunden Fahrt an einem Stellplatz unweit der Autobahn und direkt am See unseren ersten Übernachtungsstop machen.
Für 24 CHF die Nacht zwar kein Schnäppchen, aber Toilette, Strom und Entsorgung super 👍 und komfortabler als andere Wohnmobilstellplätze.
Morgen früh wenn es hell ist, sind wir gespannt, was die Umgebung so bietet, denn jetzt ist es einfach stockdunkel.
Jetzt machen wir’s uns erstmal gemütlich, essen noch eine Kleinigkeit und schauen unserem VfB Stuttgart beim ersten internationalen Spiel der Saison zu und hoffen natürlich auf einen Sieg.
Bis morgen dann 🫶
…..und so sah das dann also bei
Tageslicht aus 😍
Vorbei an Mailand und Bologna kommen wir der Hauptstadt der Toskana, Florenz näher, und die Sonne kommt sogar ab und zu raus.
Florenz werden wir bewusst auslassen auf dieser Reise.
Um diese imposante Stadt zu besichtigen, müssten wir mindestens 2 ganze Tage einplanen.
Wir konzentrieren uns lieber auf die
kleineren Städte der Region.
Hinter Florenz verlassen wir die Autobahn, es war ne zähe Fahrt heute, und machen einen Abstecher über die hügelige Bergkette des Chianti-Gebiets.
Man muss sich ja schließlich einstimmen🍷und hier gibt es tatsächlich
Entspannung pur für‘s Auge.
Oben in Panzano in Chianti machen wir einen kleinen Stopp und genießen erst mal die traumhafte Aussicht.
Nun sind wir also angekommen in der malerischen Toskana. Wow 😮
Nach einem kleinen Tankstopp fahren wir zu unserem heutigen Ziel, dem Camping Boschetto di Piemma, 2 km von San Gimignano entfernt.
Hier haben wir vor ein paar Tagen schon 2 Nächte vorgebucht, daher klappt der
Check-in problemlos und wir
haben ein nettes Plätzchen unter Bäumen auf diesem kleinen Platz.
Die Fahrt war heute doch etwas anstrengend, daher gibt’s heute nicht mehr viel von uns.
Noch eine Pizza am Platz, darauf freuen wir uns, und morgen kann es dann losgehen mit dem Toskana-Feeling.
Das Städle sehen wir von der Ferne schonmal im Abendrot leuchten 🥰
Das Manhattan des Mittelalters.
Schon von der Ferne betrachtet, ist die Stadt ein ganz besonderes Fotomotiv.
15 steinerne Türme ragen in die Höhe und zaubern eine mittelalterliche Skyline.
Also packen wir heute Morgen die Fahrräder aus, und radeln nach unserer gemütlichen Kaffeezeremonie los, die gut 2 km nach
San Gimignano.
Im Sommer ist es hier wohl sehr überlaufen, wir sind gespannt, wie es wohl Ende September so ist.
Auf dem Parkplatz vor dem Stadttor können wir unsere Räder anschließen und laufen zunächst die Hauptstraße hinauf zum großen Piazza della Cisterna.
Klar, alleine ist man hier wohl nie, aber es geht tatsächlich.
Die Souvenierläden entlang der Straße machen zwar den Eindruck einer Touristenabzocke, aber eines muss man den Italienern halt lassen: sie haben einfach Geschmack, was die Präsentation anbetrifft, und es ist einfach süß,
was alles angeboten wird.
Am Platz oben angekommen, gönnen wir uns erst mal ein Eis bei der weltbekannten Gelateria Dondoli.
Wir beide sind ziemliche Eiskritiker, aber müssen echt sagen: das Beste Eis, was wir seit langem gegessen haben.
Und zwei Kugeln für 3,50 € geht auch noch, für diese ganz besondere Lage.
Und so schlendern wir durch die Gassen, hoch und runter, kreuz und quer und kommen aus dem Staunen aufgrund der vielen Photomotive nicht mehr heraus.
Wirklich ein tolles Städtchen und das Beste: die Blaskapelle hat uns mit einem Ständchen empfangen.
Wäre doch nicht nötig gewesen 😉
Eine kleine Stärkung und einen Aperol Spritzz später laufen wir wieder zurück zu unseren Rädern, und fahren noch eine kleine Runde durch die hügelige Landschaft.
Radwege gibt es hier nicht, man fährt auf den Hauptstraßen, was aber kein Problem ist.
Es ziehen schwarze Wolken auf, daher flitzen wir schnell heim, und schaffen es gerade noch vor dem Regen zum Böbbele.
Hat kurze Zeit später schon wieder aufgehört, und das ist auch gut so, denn heute Abend schmeißen wir mal den Grill an und genießen den Abend an unserem schönen Plätzchen.
Morgen geht’s dann weiter Richtung Siena und dem Val d’Orcia und einem kleinen magischen Ort, den wir heute angefragt haben.
Wir brauchen ja schließlich für unseren Hochzeitstag am Montag die maximale Romantik.
Also seid gespannt 🤩
Heute packen wir alles zusammen, denn es geht weiter für uns.
Und zwar ein ganz besonderer Teil der Region, der uns sehr am Herzen liegt, das schöne Val d‘Orcia.
Hier haben wir das Glück, ab heute Abend für 2 Nächte im Podere Cancelli ein Plätzchen bekommen zu haben.
Das Podere ist ein traumhafter Ort, ein Agriturismo, gelegen auf einem Hügelrücken in der Nähe von San Quirico d‘Orcia.
Die Besitzer Diana und Andy haben sich hier einen so schönen Platz geschaffen, der für unseren ganz besonderen Tag am Montag wie geschaffen ist.
Doch der Reihe nach…..
Heute müssen wir erstmal dringend in einem Supermarkt vorbeifahren.
Praktisch, dass hier auch Sonntags alles offen ist.
Supermärkte im Ausland sind ja eh immer toll, und daher ist auch unser Körbchen voller, als wir eigentlich gebraucht hätten 😉
Dann geht es weiter nach Siena, das wir uns natürlich anschauen müssen.
Um kurz vor 11 Uhr ist es noch nicht so voll, und wir fahren Richtung Stadion, wo wir ohne Probleme an der Straße einen Parkplatz finden. Pro h/1,50 €.
Von hier sind es circa 20 Minuten bis zum Piazza Duomo, auch bergauf und bergab.
Auf dem Weg dorthin setzen wir uns erst einmal in ein Café und machen ein typisches italienisches Frühstück: Cappuccino und Hörnchen.
Sehr lecker 😋
Unsere Highlights:
➡️ der Dom und die Piazza drumrum
➡️ Piazza del Campo
➡️ unzählige Gässchen kreuz und quer
➡️ mit unzähligen netten Restaurants und Bars
Siena hat uns fast noch einen Tick besser gefallen als San Gimignano.
Und egal, wie steil die Gasse ist, hier werden Tisch- und Stuhlkonstruktionen aufgestellt, die wirklich lustig sind.
Wir haben es getestet, und es war ein wunderbares Sitzerlebnis mit leckerem Essen.
Pici, die toskanische Nudel, etwas dicker als Spaghetti, mit leckeren Soßen und ein Gläschen Rotwein dazu.
So lieben wir das.
Wir waren übrigens in der
Osteria la Chiacchera.
Gut gestärkt, der Fahrer hat natürlich nichts getrunken, fahren wir nun die
50 km in‘s Val d‘Orcia nach Montalcino weiter.
Übrigens verläuft durch die Region hier die Via Francigena, ein Pilgerweg, der von Canterbury in England nach Rom führt.
Den Startpunkt haben wir im letzten Jahr bei unserer Reise nach Schottland bei der Durchreise in Canterbury sogar gesehen.
Und hier treffen wir jetzt einige, die auf diesem Weg zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind.
Nach einer guten Stunde kommen wir in Montalcino an und biegen ab auf die Schotterstraße hinauf zum Podere Cancelli.
Die Besitzerin Diana nimmt uns herzlich in Empfang, und zeigt uns erstmal alles.
Den Duschbereich mit Stehtoilette, den Spülbereich mit der besten Aussicht ever und natürlich unser Plätzchen mit Aussicht auf die wunderschöne Hügelkette mit seinen unzähligen Farbschichten.
Hier fühlen wir uns sofort wohl und
wenn hier morgen früh die Sonne aufgeht, wird es bestimmt magisch.
Und wir haben natürlich Fragen über Fragen zu diesem tollen Ort und die Idee zweier Deutscher sich hier diesen Ort zu schaffen. 😉
Jetzt richten wir uns aber erstmal unser Aussichtsplätzchen ein und sind einfach nur glücklich in dieser absoluten Ruheoase.
Hier kann man wirklich abschalten, und so geht ein sehr kontrastreicher Tag zu Ende.
Guten Morgen aus dem Paradies.
Und heute ist auch noch unser Hochzeitstag ♥️
25 Jahre, du und ich !
Da lassen wir den Tag einfach ganz in Ruhe mit Aussicht und Kaffee angehen, und der Sonnenaufgang heute Morgen dazu war einfach spektakulär.
Es ist einfach soooo schön hier.
Man kann es kaum in Worte fassen.
Heute wollen wir ein bisschen die Gegend erkunden, und die Besitzerin des Podere, Diana, rät uns zu einer Tour nach Pienza, und das machen wir dann auch.
Los geht’s über die Schotterpiste und die hübschen Hügel zuerst nach San Quirico d‘Orcia, wo wir kurz halt machen und auf dem schönen Plätzchen einen Cappuccino genießen.
Weiter geht es dann nach Pienza.
Das Historische Zentrum der Stadt gehört zum UNESCO Weltkulturerbe, und da müssen wir natürlich schauen, ob das auch so wirklich so schön ist 😉
Wir laufen durch die Gässchen und die Plätze, und lassen uns dann in einer netten Taverne nieder, um ein kleines Hochzeitsmenü zu essen.
Es ist wirklich sehr schön hier.
Der sehr nette italienische Besitzer lobt uns für unser gutes Italienisch beim Bestellen und macht Späße mit uns.
Ach, die Leute hier……🥰
Aus Pienza kommt übrigens der Pecorino Käse, daher testen wir die Spezialnudel Pici in der Variante Carbonara, und es ist ein Träumchen und wirklich mega lecker.
NICHT zu vergleichen mit unserer
deutschen Variante der Carbonara.
Weiter geht’s über Torrenieri und zum Zypressenkreis bei San Quirico, natürlich nicht ohne 1000000000 Fotos zu machen. Es geht leider nicht anders, denn es sieht einfach alles so schön aus.
Die 40 km und 650 Höhenmeter gingen übrigens entlang des Pilgerweges Via Francigena, also haben wir zumindest ein kleines Teilstück Rom-Canterbury erlebt 👍.
Das war wirklich ne tolle Tour und mit dem
E-Bike problemlos zu meistern.
Wieder zurück am Podere Cancelli laufen wir zu den Pferden von Besitzerin Diana, begutachten den Rest des Anwesens, lassen uns bisschen deren Geschichte erzählen, und holen uns eine Flasche Brunello di Montalcino, Olivenöl und Honig bei ihr.
Diana und Andy werden erst so langsam Ertrag von ihren 2021 neu gepflanzten
400 jungen Olivenbäumen bekommen, daher hilft der Nachbar gerne bis dahin aus.
Jetzt genießen wir unser Fläschle mit der herrlichen Abendstimmung und dem 360Grad Blick rund herum und lassen den Tag ausklingen.
Ach, war das schön ♥️
Und morgen ziehen wir weiter 🚍
Heute Morgen genießen wir noch einmal einen letzten Sonnenaufgang in der gegenüberliegenden Talebene, brühen uns einen schönen Kaffee auf und genießen das Spektakel.
Um das Toskana-Feeling zuhause noch nachzuerleben, decken wir uns bei Diana und Andy noch mit Olivenöl ein. Wie hatten gestern ja getestet, und es schmeckt uns wirklich sehr gut.Das Öl besteht aus dreierlei Sorten Oliven und damit bekommt man den perfekten Geschmack.
Noch ein Fläschchen Wein dazu und zwei Pflanzen, ein Pampasgras und eine Feige, müssen auch mit, und wir sagen Danke Podere Cancelli für die tolle Zeit bei euch.
Jetzt geht unsere Reise weiter, und zwar zunächst nach Montepulciano.
Bekannt als Film- und Weinstadt.
Filme wie ‚Der englische Patient‘ oder ‚Twilight‘ wurden hier gedreht und natürlich kennen Weinliebhaber den kräftigen, aromatischen Vino Nobile.
Wer hier zur Piazza Grande ganz nach oben möchte, muss erstmal die 100 Höhenmeter erklimmen.
Aaaaber, es lohnt sich sehr, den auch diese historische Altstadt versprüht an jeder Ecke viel Charme.
Wir kehren in einer kleinen Taverne ein, und testen die hausgemachte Pasta und Lasagne.
Die Qualität der Speisen ist hier wirklich überall sehr gut, kleine Speisekarte mit vollem Geschmack und regionalen Speisen.
Ganz oben angekommen hat man dann einen wunderbaren Blick und Fernsicht in die wunderschöne Landschaft.
Der kleine Abstecher hierher hat sich definitiv gelohnt.
Nun wollen wir als nächstes nach Bagni San Filippo zu der dortigen Therme.
Sie liegt mitten im Wald und
gilt als ältestes natürliches von Menschen genutztes Heilbad.
Heiße Schwefelquellen sprudeln hier einfach direkt aus der Erde und formieren eindrucksvolle Felsgebilde und Kaskaden aus Kalk.
Hier tummeln sich doch einige im 25 Grad warmen Wasser und genießen die heilende Wirkung 😉
Das Bad im Wald hat rund um die Uhr geöffnet und ist kostenlos.
Nur das Parken an der Straße kostet 1,50 €.
Wir machen uns nun so langsam auf den Weg zu unserem heutigen Ziel.
Auf dem Weg dorthin streifen wir noch das Städtchen Pitigliano, für mehr ist leider keine Zeit mehr.
Es hat sich heute doch sehr gezogen….
vor allem, weil auch die Straßen hier eine echte Herausforderung waren.
Wir und das Böbbele wurden ganz schön durchgeschüttelt.
Heute haben wir sogar kurz die Toskana verlassen und sind einen Teil durch die Region Latium gefahren, so weit im Osten waren wir unterwegs.
Pitigliano ist eine der schönsten mittelalterlichen Städte der Toskana, weil sie spektakulär wie eine Burg auf einem Felsen liegt.
Bei dem Licht am Abend war das wirklich ein ganz lohnenswerter Abstecher.
Nun noch 30 km und wir haben unser Ziel erreicht: Saturnia im Maremmagebiet, bekannt durch ihre wunderschöne Therme.
Hier steuern wir den Campingplatz Area Sosta Camper l’Alveare dei Pinzi in Manciano, gleich um die Ecke der Therme an, hatten allerdings ein wenig Mühe ein Plätzchen mit Strom zu finden und werden sicherlich morgen aber in den Thermalbecken baden gehen.
Heute wird noch gechillt und gevespert, wir haben uns gerade noch ein frisches
Ciabatta gekauft.
Bis morgen dann 🫶
Okay Leute, gäbe es geruchsinternet, würdet ihr wissen was wir meinen: hier auf dem Campingplatz in Saturnia schläfst du ein mit leichtem Schwefelgeruch, schläfst durch damit und wachst morgens wieder damit auf.
Das ist echt gewöhnungsbedürftig, und wir fragen uns, ob die Einheimischen hier das überhaupt noch riechen.
Der Platz ist eine Mischung aus Wohnmobilstellplatz und Campingplatz, 24h geöffnet, es kommen noch Fahrzeuge mitten in der Nacht an und es ist proppenvoll (oder vielleicht fahren sie auch wieder ab, weil sie den Geruch nicht ertragen? Man weiß es nicht…..)
Scheint aber auf jeden Fall beliebt zu sein, dieser Geruch in der Nase und der dazugehörige Badegang in den heißen Quellen und für uns das absolute Kontrastprogramm zu den beiden letzten Tagen….
Aber egal, da gehen wir jetzt voll mit und machen uns heute Morgen gleich auf zum 1,5 km Marsch zu den Quellen.
Aber zuerst gibt’s noch einen Cappuccino am Kiosk ☕️
Es ist echt unglaublich, was die Natur so schafft.
Das Wasser sprudelt über Wasserfälle herab, 37,5 Grad warm, angereichert mit Schwefel und Kalzium und läuft über die kaskadenförmigen Becken ab.
Ein echtes Natureunder mitten in der Landschaft.
Der Zugang ist kostenlos, lediglich Parkgebühren werden erhoben.
Vom Wohnmobilstellplatz ist man zu Fuß in 20 Minuten da.
Der Badegang am Morgen ist herrlich. Es ist nicht viel los.
Es lohnt sich also, früh aufzustehen.
Im Sommer ist hier bestimmt viel viel mehr Trubel.
Hier kann man‘s echt aushalten, und wir genießen das warme Wasser.
Nach getanem Badevergnügen trinken wir am angrenzenden Kiosk noch etwas, und laufen wieder zurück zum Campingplatz.
Übrigens: der Schwefelgeruch hält sich wirklich in Grenzen. Man muss also keine Angst haben 😉
Nach einer Dusche (für 1€) packen wir unsere Sachen wieder zusammen, und fahren weiter.
Ach, der Stellplatz war für 20 € mit Strom auch echt günstig. Großen Komfort braucht man hier natürlich nicht erwarten, es ist eher Parkplatz Romantik, aber völlig ausreichend.
Wir kommen nun der Westküste und dem Meer so langsam näher.
Es geht Richtung Grossetto, vorbei an Scansano, wo wir einen kleinen Stop einlegen.
Einen Parkplatz direkt vor der Stadt haben wir direkt gefunden 👍
Zuerst schauen wir natürlich zuerst etwas in den sehr süßen Gässchen um, schlagen dann aber den Weg in die Osteria Rifrullo ein.
Tolles kleines Restaurant mitten in der Stadt mit einheimischen Spezialitäten.
Da genießen wir jetzt unsere Mittagspause.
Übrigens, sind die Preise hier für ein Mittagessen wirklich moderat.
Hier kommt man mit Wein für unter 40 € meist gut hin und hat vor allem wirklich lecker gegessen.
Das gefällt uns sehr.
Als Vorspeise gab es frittierte Zucchiniblüten und danach Tortellone della Casa mit Butter& Salbei und Trüffel. Uns geht’s soooooo gut.
Danach geht’s für uns an unser heutiges Ziel, der Agricampeggio La Brada in Batignano,
10 km nördlich von Grossetto.
Und plötzlich wird es ziemlich windig…..
Die Umgebung bei Grossetto gefällt uns übrigens ausgesprochen gut, es ist wieder etwas total anderes, denn es wird so langsam mediterraner.
Das La Brada ist ein sehr liebevoll angelegtes Anwesen und die Besitzerin Caterina sagte uns, wir sollen uns einfach einen Platz aussuchen.
Also stehen wir vor dem prall gefüllten Olivenhain und richten uns häuslich ein.
Sie hat hier ein sehr gepflegtes Anwesen mit Pool, Aussicht auf ihre Ländereien mit Lehrpfad um die 6 Hektar Oliven herum, vier Esel, Hunde aber vor allem absolute Ruhe.
Eigenes Olivenöl, Wein und Schnaps kann man bei ihr auch kaufen.
So mögen wir das, und lassen den Tag ganz entspannt ausklingen.
Natürlich nicht ohne eine Runde durch den Olivenhain und zu den Eseln zu machen.
Wir sagen tschüss, bis morgen 🫶
Da geht es auf die Insel Elba, und wir sind sehr gespannt, was uns erwartet
🚢🚢🚢
Heute Nacht wurden wir ganz schön durchgerüttelt, denn es windete stark mit immer wieder heftigen Böen.
Aber unser Böbbele blieb stabil, und wir konnten wunderbar schlafen.
Wir brühen uns einen schönen Kaffee auf, und genießen den Sonnenaufgang und die Lichtreflektionen in den wiegenden Olivenbäumen.
Die müssen hier ganz schön robust sein bei diesem Wetter.
Die Besitzerin Caterina erzählt uns, dass sie in den nächsten zwei Wochen mit der Ernte beginnen wird.
Aus einem ihrer großen Olivenbäume bekommt sie circa 25 Kilo Oliven, dass bedeutet circa 40 % davon in Litern.
Dieses Jahr wird ein sehr gutes Jahr,
meinte sie.
Sie hat hier wirklich einige Bäume stehen, das gibt dann auch ganz schön viele Liter Olivenöl 😉
Auch sie hat drei verschiedene Sorten an Bäumen und mischt diese für den optimalen Geschmack.
Natürlich nehmen wir auch von ihr etwas Olivenöl mit.
Und auch noch etwas Rotwein, den hat sie auch im Angebot.
Und so packen wir wieder unsere Sachen zusammen, und es geht Richtung Piombino zur Fähre auf die Insel Elba.
Tschüss La Brada, ein sehr schöner Ort mit ganz viel Ruhe und Natur. Uns hat es sehr gefallen.
Heike ist nun schon etwas aufgeregt, denn der Wind soll den ganzen Tag noch so stark bleiben, und entsprechend ist dann wahrscheinlich auch der Wellengang.
Naja, wir haben genug Reistabletten dabei, die werden hoffentlich wirken😂
Zum Hafen nach Piombino sind es 50 km.
Die Fähre hatten wir ja schon vor ein paar Wochen vorgebucht, wobei es um diese Jahreszeit kein Problem ist, auch spontan zu fahren.
Es fahren mehrere Fährlinien täglich auf die Insel Elba.
Die Hafenanfahrt ist kein Problem, es ist alles gut ausgeschildert und wir halten Ausschau nach unserer Fähre der Moby Line. War ne Punktlandung, 25 Minuten vor Abfahrt sind wir da, aber unser Schiff ist eh gerade erst am einparken.
Wind hält sich in Grenzen, Wellengang soweit auch, Reisetabletten sind genommen, also kann‘s losgehen ⛴️
Unser Böbbele schafft es problemlos in den Bauch der Fähre. Premiere auch für Ihn 😉
Das Wetter meint es sowieso gut mit uns. Es hat seit Tagen immer so um die 20 Grad mit kleinen Schönwetterwolken.
Perfekter geht’s wohl nicht.
Nur gestern während der Fahrt hat eine Wolke mal kurz abgeregnet.
Die Insel Elba ist schon von Piombino zu sehen und nach 1 Stunde sind wir schon am dortigen Hafen in Porto Ferraio angekommen. Wir steuern den 6 km entfernten Campingplatz Enfola auf der dortigen Halbinsel an.
Leider ist hier für unser 7m Böbbele nichts mehr frei.
Schade, so müssen wir kurz umdisponieren, und Fragen telefonisch beim Camping Laconella an, auf den wir eigentlich erst am Ende des Aufenthalts wollten.
Und hier haben wir Glück und bekommen ein nettes lauschiges Plätzchen mit viel Platz und auch etwas Ausblick in die schöne Laconabucht.
Der Platz liegt erhöht, ist , wie viele Plätze terrassenförmig angelegt und man hat einen wunderschönen Blick in die Ferne des blauen Meeres.
Allerdings geht es auch zu den Sanitären Anlagen etc. immer bergauf und bergab.
Mann sollte also gut zu Fuß sein.
Toiletten und Duschen sind auf jeden tipptopp 👍
Kontrastreicher könnte dieser Tag nicht enden. Vom Agricampeggio und Olivenhainen zu azurblauem Meer und Steilküste.
Sensationell.
Heike war vor über 40 Jahre schon einige Male mit Ihren Eltern auf Elba, und es werden plötzlich Erinnerungen wach 🥰
Hier bleiben wir jetzt erstmal und schauen, was wir die nächsten Tage so unternehmen können.
Auf jeden Fall steigen wir erstmal die steilen Stufen hinab zum Strand, und genießen einen Aperol Sprizz in der Abendsonne.
Das Leben ist schon schön 🥰
Heute Morgen wurden wir von einem wunderschönen Sonnenaufgang geweckt.
Die Bucht war grell orange beleuchtet und das Meer lag ganz friedlich blau.
So startet man doch gerne in den Tag.
Die Laconabucht liegt im Süden der Insel, ist eine der größten mit feinsandigen Sanddünen, und daher bei Familien mit Kindern sehr beliebt.
Es gibt hier zahlreiche Unterkünfte verschiedenster Art mit Restaurants und Bars am Strand.
Der Campingplatz Laconella liegt ganz am Rand der Bucht und hat auch zum großen Strand einen Zugang zu einem wilden Strand.
Wir genießen heute Morgen also erstmal einen heißen Kaffee, und machen den Plan für den Tag: eine Radtour in den Südosten der Insel und heute Abend ein Abendessen im Restaurant am Platz hochoben und mit herrlichem Blick in die Bucht.
Das hört sich doch nach einem guten Plan an 👍
Also Räder raus aus der Garage und los geht’s 🚲🚲🚲
Wir fahren zuerst auf den Berg in das kleine Bergdorf Capoliveri.
Es ist die südlichste Gemeinde der Insel, und sie haut uns um, so süß ist es hier.
Total nette kleine Bars, Restaurants und Läden und immer wieder blitzt zwischen den Häusern das azurblaue Meer durch.
Was für eine Lage.
Jetzt geht es weiter nach Porto Azzurro, und schon die Anfahrt hinunter in den Jachthafen ist entzückend.
Hier lassen wir uns gleich mal nieder, und genießen den 1. Aperol Sprizz des Tages 😉
Auch ein Zraum von nettem kleinen Örtchen zum Schlendern und Verweilen.
Die Insel hat uns schon am ersten Tag verzaubert.
Auf dem Rückweg geht es noch ein Stück in Richtung des Capo Stella, eine kleine Halbinsel zwischen den Buchten Lacona und Stella.
Hier hat man heute eine wunderschöne Weitsicht bis zur Insel Monte Christo.
Wir machen uns auf den Heimweg, und trinken noch einen Absacker an der Strandbar gleich beim Strand unseres Campingplatzes.
35 km und 650 Höhenmeter-Radtour mit ganz viel wow, toller Landschaft und Meer und wir sind einfach glücklich.
Man fährt hier zwar immer entlang der Hauptstraßen, muss aber keine Angst haben, da sich der Verkehr um diese Jahreszeit in Grenzen hält.
Jetzt sitzen wir noch ein bisschen an unserem Stellplatz vor dem Wohnmobil und lassen die Seele baumeln.
Heute Abend haben wir einen Platz im Restaurant des Campingplatzes reserviert. Wir haben extrem Lust auf ne gute Pizza 😂
Und wir wurden nicht enttäuscht: sehr lecker gegessen und noch dazu eine spektakuläre Aussicht von der dortigen Terrasse auf das Meer in der Nacht.
Und morgen? Standortwechsel !
Mal schauen was kommt……
Also bleibt dran ! OP
Mensch, wie schnell doch die Tage vergehen……
Das geht uns alles wieder viel zu schnell vorüber hier…..
Heute versuchen wir nochmal unser Glück auf dem Campingplatz Enfola 😉
Ihr erinnert euch, der vom ersten Tag.
Da sie uns ja wieder wegschicken mussten, weil im Moment für 7m -Fahrzeuge kein Platz war, hatten sie uns angeboten, am Samstag zu kommen.
Und das machen wir jetzt auch.
Also Ritual wie immer, wir sind ein eingespieltes Team: Duschen, Kaffee, Einpacken und alles Sichern (Frank hat die Fahrräder gestern schon verstaut), dann noch Zahlen und heute mal Toilettenkassette leeren (was muss das muss) und weiter geht’s.
Wir haben gestern gesehen, dass in Porto Azzurro heute Markt ist, und fahren dort noch mal hin.
Parken mit dem Wohnmobil ist kein Problem, es gibt am Ende der Stadt zwei große Parkplätze für Camper.
Wir laufen durch den Markt mit den typischen Angeboten wie Kleider, Haushaltswaren, Produkte aus der Region wie Olivenöl, Honig, Wein, Obst und Gemüse. Typisch italienischer Markt eben.
Wir kaufen etwas Gemüse für heute Abend zu einem Schnäppchenpreis und fahren dann Richtung Capo Enfola und versuchen unser Glück auf dem Campingplatz.
Uiuiui…… das Einparken mit unserem Böbbele ist gar nicht so einfach.
Der kleine Campingplatz Enfola ist nicht ausgelegt für so große Wohnmobile wie unseres, aber alle freuen sich, dass wir hier sind und weisen uns ein.
Wir haben zwar direkt hinter dem Eingang einen Platz. Das Problem ist nur, dass die beiden, die vor uns sind, morgen abreisen, und wir deshalb nochmal rangieren müssen 😂
Frank ist, na sagen wir mal, leicht genervt, aber Heike total glücklich, einen Platz direkt mit Meerblick zu haben.
Happy wife, happy life, oder wie sagt man so schön…….daher richten wir uns ein, denn wir bleiben gleich 2 Nächte.
Es ist ziemlich windig hier auf der Halbinsel und die Küstenlinie ist wesentlich rauer als auf der Südseite.
Morgen soll sich das auch nochmal verstärken, mal schauen, wie das dann hier so wird.
Jetzt geht’s aber erstmal an die Strandbar etwas trinken und ein bisschen die Umgebung erkunden.
Und heute chillen wir den Rest des Tages mit unserem Blick auf‘s Meer und freuen uns auf einen bestimmt Mega Sonnenuntergang heute Abend.
Was wir morgen machen, wissen wir noch nicht so ganz genau.
Entweder Wandern oder Radfahren.
Das entscheiden wir dann einfach spontan.
Guten Morgen von der stürmischen Insel. Um 7 Uhr heute fing es an, und ein brutaler Sturm zog auf.
Sturmtief Detlef im Anmarsch…..
Es ist teilweise bewölkt, und laut Wetterbericht soll das heute auch bis zum Abend dauern.
Wir stehen zwar etwas geschützt an einer Mauer, trotzdem wird unser Böbbele ganz schön durchgeschüttelt.
Heute reisen ja die beiden Fahrzeuge vor uns ab, daher heißt es nochmal rangieren, dass die an uns vorbeikommen.
Zu allem Übel kam gestern noch zusätzlich ein großes Wohnmobil auf unserer Terrasse an.
Das wird heute wirklich spannend, wie hier alle raus und reinkommen….
Neuankömmlinge wurden auch schon angekündigt 😉
Aber, alles gut gegangen 👍
Super Einweiser und Top Fahrer und alle haben es geschafft.
Jetzt trinken wir erstmal noch einen Cappuccino auf der Terrasse der Osteria.
Der Wind soll jetzt langsam schwächer werden und er hat auch alle Wolken schon wieder weggeblasen
Wir haben beschlossen, heute die kleine Wanderung zum Capo Enfola zu machen.
Mit den Rädern bei diesem Wind macht es glauben wir keinen Sinn.
Außerdem soll man von dort eine wunderschöne Aussicht haben.
Also, los geht’s.
Die Halbinsel Enfola mit ihrem Cap gehört zum Nationalpark dell‘Arcipelago Toscana.
Sie ist durch den nur 70 m schmalen Landstreifen erkennbar der den Monte Enfola mit dem Rest der Insel verbindet.
Hier gibt es also gleich 2 Strände.
Wir laufen also die 7 Spitzkehren und 100 Höhenmeter hinauf auf den Berg, und staunen hinter jeder Kurve.
Eine Aussicht schöner als die Andere
in alle Richtungen und eine beeindruckende Natur mit der typischen Macchia, dem grünen Teppich, der sich über den ganzen Berg legt.
Hier oben gibt es auch noch Bunkeranlagen aus dem 2. Weltkrieg zu sehen. Da war wohl einiges los damals…..
Oben angekommen, sieht man Richtung Porto Ferraio in die eine Richtung und dem Monte Cappanne oberhalb Marina Marciana in die andere Richtung. Sogar Korsika ist schemenhaft in der Ferne zu erkennen.
Und dann geht es noch ein Stückchen weiter, wieder runter bis an‘s Capo d‘Enfola, mit ein bisschen Kletterei am Schluss, aber es hat sich absolut gelohnt. Wir werden mit einem atemberaubenden Blick belohnt.
Und genießen erstmal die Aussicht auf dieses Spektakel im Wasser und an der Steilküste.
Insgesamt sind es knapp 5 km mit
200 Höhenmeter zu laufen.
Also für jedermann gut machbar.
Zurück an der Strandtaverne brauchen wir erstmal was zu trinken, wir hatten nämlich nichts dabei 😉
Und der heutige Mittag wird genutzt, um noch etwas die Seele baumeln zu lassen.
Wir haben jetzt soooo einen schönen Blick direkt vom Böbbele auf‘s Meer, das ist wirklich traumhaft und wir nutzen die Zeit nochmal so richtig aus.
Heute Abend gehen wir hier am Restaurant essen, es gibt Fischspezialitäten, darauf freuen wir uns.
Unsere neuen italienischen Nachbarn auf Platz 1 haben wohl unsere Website gefunden, und begrüßen uns beim Zurückkommen schon freundlich mit Grüßen vom alten Böbbele (sie haben einen älteren Hymer) zum neuem Böbbele 😉😉 so lustig.
Hier auf dem Campingplatz sind auch die Besitzer sooooo nett, das war wirklich wie in einer kleinen Familie, alle bemühen sich sehr aufgrund der Rangierei usw….uns hat es sehr sehr gut gefallen.
Heike geht heute noch baden, das Meer hat sich nämlich zwischenzeitlich wieder beruhigt. Und am Meer ohne Badegang, das geht ja wohl gar nicht.
Ob Frank wohl auch geht?
Wir werden sehen…….
Morgen geht’s für uns wieder weiter.
Mal sehen, wohin 😉
Bis baaaaaaald also 🫶
Heute Morgen hieß es für uns Ciao Camping Enfola. Wir hatten noch einmal einen tollen Sonnenaufgang, heute Morgen war es auch echt noch richtig kühl, und fahren weiter in den Westen der Insel.
Zwei Nächte verbleiben uns noch, denn am Mittwoch haben wir die Fähre zurück auf‘s Festland gebucht.
Zuerst geht es zurück nach Porto Ferraio und dann ab Procchio immer auf der Küstestraße entlang.
In Marciana Marina suchen wir uns einen Parkplatz und laufen in Richtung Hafen.
Was ein nettes Hafenörtchen, gelegen inmitten eines Golfes und eingebettet in einem dichten Wald von Kiefern, Kastanien und Eichen.
Und hoch oben thront der höchste Berg der Insel, der Monte Capanne mit seinen 1019 m Höhe.
Nach einem kleinen Getränk und einem leckeren Eis geht es weiter entlang der Küste nach Poggio, einem kleinen Bergdorf und weiter nach Marciana, von wo aus die Gondel auf den Monte Capanne fährt.
Wir hatten uns überlegt, eventuell dort raufzugehen, weil von dort natürlich einen super Blick hat.
Oben hat man aber keine große Möglichkeit, zu wandern (außer das Stückchen zum Gipfel), daher haben wir die Idee wieder verworfen.
Dann geht’s wieder runter zu den strandnahen Orten Sant‘Andrea, Zanca und Patresi.
Immer das blaueste Meer im Blick, gepaart mit der Steilküste ein echter Traum.
Hier sieht man heute sogar wunderbar nach Sardinen rüber.
In Pomonte parken wir, und laufen hinunter zum Meer.
Das Wasser, glasklar, schade, dass wir keine Badesachen mitgenommen haben 😉
Nun heißt es so langsam mal einen Campingplatz für die nächsten zwei Nächte suchen.
In diesem Teil der Insel wollen wir bleiben, und morgen mit dem Fahrrad noch ein paar der wunderschönen Buchten näher betrachten.
Also telefonieren wir kurz rum, leider hat nur noch der größte unserer 3 Favoriten einen Platz frei.
Es ist hier um diese Jahreszeit noch richtig viel los, die Schweizer und ein paar deutsche Bundesländer haben im Moment auch schon Herbstferien und haben wohl ein Faible für die Insel und zugegebenermaßen sind auch unsere 7 m oft ein Problem für die manch kleinen, individuelleren Plätze.
Das muss man einfach wissen.
Also nehmen wir den großen Platz, suchen nicht noch lange herum und steuern weiter vorbei an der Bucht von Fetovaia an unsereren Zielort.
Der Campingplatz Villa degli Ulivi ist wunderschön in der Bucht von Marina Di Campo und die Parzellen unter einem Pinienwald gelegen.
Die Sanitäranlagen sind gut ausgestattet und sehr sauber.
Alles hier vor allem toll für Familien mit Kindern: Swimmingpool, Spielplätze und Animation, und alle bekommen ein Club-Bändchen ans Armgelenk 😂
(Erinnerungen an Marina di Venezia werden wach 🥰)
Zum Strand ist es ein kleines Stück zu laufen.
Das schauen wir uns morgen mal an.
Wir fühlen uns trotzdem gleich wohl und richten unser großes Plätzchen schön ein 🥰
Das war wirklich eine tolle Tour durch den wesentlichen unberührteren Westen der Insel, mit viel Wald und kleinen Bergdörfern dazwischen .
Der Teil der Insel zwischen Marciana und Marina del Campo wird als Costa del Sol bezeichnet, und so schön ist es hier auch.
Wir freuen uns schon auf Morgen, wenn wir mit dem Rad alles erkunden können.
Heute gibt’s hier wieder mal nur noch Ruhe und dazu unsere legendären Penne mit Wodkasauce.
Und ein Gläschen Wein nicht zu vergessen bei dem wir diesen tollen Tag nochmal revuepassieren lassen 😉
Oder: Entlang der Costa del Sole, und die ist hier heute wirklich Programm.
Wenn jemand von euch mal nach Elba kommt, dem legen wir diesen Teil der Insel wirklich ans Herz.
Vor allem mit dem Fahrrad, bei diesem sensationellen Wetter, ein Hochgenuss.
Es fahren nicht viele Autos an der Hauptstraße entlang, daher ist das wirklich kein Problem und ihr werdet von einer Perspektive auf die Küste nach der anderen überwältigt sein.
Und natürlich mit unzähligen Bademöglichkeiten, entweder an belebten Stränden oder, wer etwas klettern will, runter zu den glatten Felden vor Fetovaia, wo man auch super schnorcheln kann.
Hier muss man entlang der Straße die Augen offen halten, es kommt ein kleiner Parkplatz mit der Möglichkeit, hinab ans Wasser zu gehen.
Wir packen also unsere Rucksäcke mit Badesachen und Handtüchern und fahren von Marina di Campo über Seccheto nach Fetovaia (nach 3,5 km stellen wir fest, dass wir die Fahrradschlüssel vergessen haben, und Frank fährt noch einmal zurück 😉) und es geht auch schon gleich los mit der schönen Aussicht.
So hat Heike genug Zeit, um alle 10 m stehen zu bleiben und ein Foto zu schießen 😂
Von der Bucht, von der Steilküste, vom Weg, vom Kaktus und noch nem anderen Kaktus🌵 😉😉
Kurz bevor es dann nach Fetovaia runter geht, hat man einen so genialen Blick auf diese Bucht, mit seinem türkisfarbenen Meer, dass einen sofort das Bedürfnis nach Baden packt.
Nicht umsonst gilt die Bucht von Fetovaia als die Schönste auf der Insel .
Genau das haben wir doch für heute gesucht, und fahren schnell runter in Richtung Strand, schließen die Räder an und suchen uns ein schattiges Plätzchen.
⛱️🏖️👙
Wenn selbst Frank den Badegang genießt, fast nicht mehr raus will und sehr glücklich lächelt,
dann wisst ihr, wie schön das hier war.
Ein solches Wasser, mit Blick auf den Grund zu den Fischen, die hier zahlreich rumschwimmen (und nicht gerade kleine, sondern richtig große) ist einfach ein Traum.
Wir schätzen, dass das Wasser so auf gute 20°, es ist zwar kurz kalt beim hinein tauchen, aber wenn man mal drin ist, ist es sehr sehr angenehm und einfach herrlich.
Genau so haben wir uns das für den letzten Tag auf der Insel gewünscht.
An der angrenzenden Strandbar kann man lecker essen und trinken und den Ausblick auf die vielen Segelboote und Yachten, die in der Bucht stehen, genießen.
Irgendwann geht es dann wieder zurück, die 15 km nach Marina die Campo, wo wir zwischendrin noch kurz auf der Hauptstraße hallo zu ein paar Ziegen sagen, die von den Bergen hinunter an die kleine Straßenbucht kamen, um wohl offensichtlich die Aussicht aufs Meer zu genießen 😌
Einfach nett anzuschauen.
Die Carabinieri, die gerade vorbeifuhren, haben sie dann aber wieder Richtung Berge gescheucht. Nicht dass die noch überfahren werden…..
Zurück in Marina di Campo schauen wir uns auch noch den dortigen Strand und die Bucht an, an die ja auch unser Campingplatz angrenzt.
Auch die ist sehr schön, wobei hier
allerdings viel viel mehr los ist.
Klar, die Familien mit Kindern von den Hotels, Pensionen und Campingplätzen sind hier natürlich bestens versorgt mit Wasser, Sandstrand, Spielplätzen, Strandbars usw.
Und einen kleinen Hafen, den wahrscheinlich auch viele Segler für einen Tagesausflug nutzen, gibt es auch.
Ein Getränk und ein Eis später (übrigens, so leckeres Eis wie hier haben wir selten gegessen), geht es nun wirklich zurück zum Campingplatz.
Wir haben uns aber für heute Abend im Ort noch einen Tisch in einem Restaurant reserviert.
Letzter Aben und so…….
Zurück am Campingplatz waschen wir uns das Salz von der Haut und Hübschen uns etwas auf.
Der letzte Tag hätte nicht schöner sein können als dieser, und wir sind dankbar, dass heute so erlebt zu haben .
Und das lassen wir heute schön
gemütlich ausklingen.
Wir hätten im übrigen nie daran gedacht, dass das Wetter hier noch sooooo schön ist.
Noch keinen einzigen Tag schlecht, unglaublich oder vielleicht wenn Engel reisen???? 😇
Morgen heißt es dann leider:
Ciao Isola d‘Elba
P.S. ein Tipp noch für ne geile Pizza 🍕 mit nettem Ambiente und freundlichem Service:
Die Pizzeria Al Civico 16 @alcivico.16 in Marina di Campo am Hafen 👍
Heute Morgen haben wir uns zur Sicherheit den Wecker gestellt, um nicht zu verschlafen.
Um 11 Uhr fährt die Fähre von Porto Ferraio wieder zurück aufs Festland nach Piombino.
Irgendwann ist halt alles mal vorbei…..
Wir packen also alles wieder ein und fahren kurz nach 9 Uhr los.
Zum Hafen nach Ferraio ist es eine gute halbe Stunde zu fahren.
Wir haben beschlossen, uns unterwegs noch nach einer Bar umzusehen und zu frühstücken.
In Procchio finden wir das Il Postale, eine nette kleine Bar mit Innenhof auf der Rückseite und sooo süß eingerichtet.
Das fällt einem der Abschied nochmal so richtig schwer 😥
Aber wir haben ja noch ein paar Tage, die wir noch gut nutzen wollen, um noch etwas von der Toskana zu sehen.
Also steuern wir jetzt erstmal den Hafen an und warten auf unsere Fähre der Moby Line, die auch bald um die Ecke kommt, auslädt und wieder belädt.
Pünktlich um 11 laufen wir dann aus, das Meer ist ruhig, das kommt vor allem Heike entgegen, und wir genießen den letzten Blick auf Porto Ferraio und die Insel.
Ciao, ciao…..es war einfach wunderschön hier.
Kurz hinter der Hafenbucht sieht man schon gleich das Festland.
Klar, ist ja auch nur 1 Stunde fahrt, das ist das angenehme an der Sache.
Anders als auf die Nachbarinseln Korsika oder Sardinien.
Angekommen in Piombino schlängeln wir uns durch die Stadt Richtung Autobahn.
Wir haben plötzlich noch 1 Nacht übrig, bevor unser letzter schon geplanter Halt ansteht, haben wir festgestellt….
Und da bietet sich doch eigentlich Pisa an, dachten wir.
Und so geht es Richtung Norden, in der Hoffnung auf dem stadtnahen Campingplatz Torre Pendente noch ein Plätzchen zu finden.
Wir haben gestern kurz gemailt, und wenn wir vor 15 Uhr kommen, könnte es klappen.
Zum schiefen Turm sind es nur 100km von Piombino.
Also los geht’s….
Es geht Richtung Norden, vorbei an Livorno und nach einer guten Stunde sind wir schon in Pisa angekommen.
Wir fahren direkt zum Stellplatz und haben Glück. Es hat um diese Zeit, kurz vor 2 Uhr noch genügend Plätze frei.
Wir nehmen kurz Kontakt zu einer Pisa-Insiderin auf, um zu checken, was wir in 4-5 Stunden hier so Schönes machen können, und das kam heraus ➡️
Und glaubt uns: diese kurze und knackige Besichtigung müsst ihr tatsächlich machen, auch wenn ihr nur einen halben Tag zur Verfügung habt.
Vielen Dank Michelle für diesen TIpp.
Los geht’s natürlich am Ort, wo der schiefe Turm, der Dom und die Kapelle des Heiligen Johannes stehen, an der Piazza dei Miracoli.
Hier läuft man einfach den Menschen hinterher, die den schiefen Turm in alle Lagen fotografieren.
Nicht, dass wir das nicht auch täten, aber manche Menschen sind einfach crazy.
Wir laufen einmal um den Platz herum und schauen uns alles an.
Es sieht schon sehr beeindruckend aus, und der schiefe Turm ist tatsächlich richtig richtig schief.
Am Camposanto, dem alten Friedhof aus dem 12.Jahrhundert steigen wir den Turm Santa Maria nach oben und laufen auf der 3 km langen Stadtmauer einmal durch die ganze Stadt bis zum Flüsschen Arno und die belebte Altstadt von Pisa.
Hier setzen wir uns erstmal in ein Café und trinken etwas und schauen dem Treiben zu.
So langsam geht die Sonne hinter den Häusern unter, es wird etwas ruhiger und die Stimmung wird fast magisch.
Wir haben noch einen Pizzeriatipp bekommen (der sich dann doch als eine andere rausstellte 😂) und das wollen wir natürlich testen.
Also geht es über die Brücke des Arnos in die Innenstadt zur Pizzeria Farina del mio Sacco (Mehl meines eigenen Sackes), in der Via la Tinta 33.
Die öffnet allerdings erst um 19:30 Uhr, daher trinken wir noch einen Aperol Sprizz in der Bar
La Tazza d’Oro an der Piazza Giovanni Carlo Maria Clari 15, aus dem Plastikbecher in chilliger Atmosphäre für 3 Euro, mega👍 das ist wirklich Pisa pur.
Und die Häuserschluchten und kleinen Gässchen sind wirklich der Hammer, wohl sehr alt und richtig richtig schön. Wir haben uns direkt ein bisschen verliebt, obwohl Frank immer noch Siena auf Platz 1 setzt 😉
Hier sind viele junge Leute unterwegs, sitzen auf der Straße, in den Bars.
Hier geht das Leben erst nach 20 Uhr so richtig los…..
Und die Pizza? Die dann doch ein anderes Lokal war, fragt ihr euch sicher…..
War……sensationell lecker.
Der Pizzabäcker ist ein Maestro, und hat viele Auszeichnungen.
Hier isst man bodenständig , ohne Gedöns und vor allem preiswert.
Das war „aus Versehen“ ein richtig guter falscher Tipp 😂😂
Nun laufen wir die knapp 3 Kilometer durch die immer noch belebten Straßen zu unserem Wohnmobil zurück.
Vorbei noch einmal am Torre Pedente, über dem der Vollmond wacht und durch die Unterführung voll mit Graffiti‘s.
Was ein toller Tag, den wir so nie und
nimmer erwartet hätten.
Morgens noch auf der Insel und abends vollgepackt mit tollen Eindrücken in Pisa 🥰
Völlig k.o.schleppen wir uns noch
unter die Dusche.
Heute Nacht werden wir bestimmt gut schlafen und von schiefen Türmen und Aperol Sprizz aus Plastikbechern träumen 😉
Guten Morgen vom Campingplatz Torre Pendente in Pisa.
Wir haben wunderbar geschlafen nach dem gestrigen tollen Tag in der Stadt.
Kurz noch was zum Campingplatz selbst: Mega gute Lage, um in die Stadt zu kommen. Zum schiefen Turm sind es ca. 15-20 Minuten zu Fuß.
Der Platz ist einfach parzelliert, mit jeweils einem Sonnensegel drüber (im Sommer vielleicht ganz praktisch) und sauberen Sanitäranlagen.
Es hat ein Restaurant am Platz, einen kleinen Supermarkt und sogar einen Pool.
So, wir fahren heute zu unserem letzten Ziel unserer Reise —> nach Cinque Terre.
Ja, es stimmt, das ist nicht mehr Toskana, aber es liegt perfekt auf der heimwärts Route und auf unserer Bucketlist.
Und um diese Jahreszeit kann man es eventuell wagen, da es im Sommer hier wahrscheinlich zu voll ist.
Die Cinque Terre sind ein zwölf Kilometer langer Küstenstreifen an der ligurischen Küste.
Das Gebiet besteht aus 5 malerischen Dörfern (Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola, Riomaggiore), die für ihre Lage an steilen Klippen, ihre Weinterrassen und ihre Kulturlandschaft bekannt sind.
Sie gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Man erreicht sie mit dem Zug der von Levanto nach La Spezia fährt und an den einzelnen Dörfern anhält.
Oder mit dem Schiff, denn auch von der Meerseite sind die Orte sehr hübsch anzuschauen.
Und es gibt Wanderwege (Sentiero’s) zwischen den Dörfern, die teilweise kostenpflichtig, teilweise frei sind.
Das müssen wir heute Abend mal durchplanen.
Jetzt geht’s aber erst mal los, im Supermarkt noch etwas einkaufen, vor allem auch für zuhause.
Wer liebt sie nicht, die italienischen Lebensmittel, so hat man Zuhause noch ein bisschen Urlaubsfeeling 😉
Und dann ab, direkt auf die Autobahn Richtung La Spezia entlang der apuanischen Alpen.
Man merkt, dass wir hier den Carrara-Marmorsteinbrüchen nahe sind, entlang der Autobahn gibt es eine Firma an der anderen, bei der die großen, weißen Blöcke auf dem Gelände liegen.
Und man sieht immer wieder bunte Dörfer in den Hängen, die schon die Vorboten zu den Städtchen der Cinque Terre machen.
Bis Levanto sind es nur 100 km von Pisa, dann haben wir auch dort wieder gute Chancen, einen Platz auf einem der drei Campingplätze dort zu bekommen.
Von der Autobahn geht es dann irgendwann ab, und 500 Höhenmeter hinunter in den Badeort Levanto.
Wir fahren den Camping Pian di Picche an, und ergattern tatsächlich den letzten freien Platz. Puhhhh, Glück gehabt…..denn es ist wirklich ziemlich voll.
Es ist zwar nix mit Schickimicki hier, aber alles vorhanden und sauber.
Mit fast 50 Euro auch kein Schnäppchen, aber bei dieser zentralen Ausgangslage zu einem der touristischen Magnete ist das halt einfach so 😉
Kleiner Tipp: reserviert sicherheitshalber vor, ist auch nur für 1 Nacht möglich.
Wir richten uns unser Plätzchen schön ein, machen auch innen ein bisschen Kehrwoche (sind ja schließlich Schwaben) und dann gibt es erstmal einen unserer Traditionen: den Ankommprosecco 🥂🥂Cheers
Jetzt treibt es uns aber doch noch zum Strand, um mal etwas die Orientierung von der Umgebung und dem Örtchen Levanto zu bekommen.
Zum Meer vom Campingplatz sind es so gut 1,5 km zu laufen. Dabei checken wir auch gleich mal den Bahnhof aus.
Levanto ist ein netter kleiner Ort, fast ein bisschen wie klein Meran.
Es gibt einen kleinen Strand in der Bucht, viele Cafés und Restaurants in den alten Gassen und drumherum die bewaldeten Berge.
Auch hier sind die Preise auffällig höher.
Nicht nur der Campingplatz.
Naja, gute Lage und so……
Wir laufen ans Ende der Bucht zum Einstieg in den Wanderweg Nr. 1 der von Levanto nach Monterosso, dem ersten und nördlichsten Dorf der Cinque Terre führt.
Das wäre für morgen eine Option.
Oder man nimmt in Levanto einfach den Zug, der von hier nach La Spezia fährt, und alle fünf Orte der Cinque Terre in wenigen Minuten anfährt.
Zwischen den Orten kann man dann, wenn man möchte, auch wieder wandern, teils gratis, teils braucht man eine Wandereintrittskarte.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, unter denen man auswählen kann:
Zugticket + kostenpflichtige Wanderwege oder nur kostenpflichtige Wanderwege und für noch etwas oben drauf kann man sich noch jeweils die Plus-Version kaufen, da ist die Via dell‘Amore mit drin, ein 1 km langer Abschnitt zwischen Riomaggiore und Manorola, der für seinen atemberaubenden Blick auf das Meer bekannt ist.
Da muss also jeder schauen,
wie er die Tour gestalten will.
Wir haben euch hier mal die Website des Nationalparks Cinque Terre verlinkt, wo man alles ganz easy online buchen
und checken kann.
Wir werden heute Abend entscheiden, wie wir‘s morgen machen wollen, laufen oder Zug fahren…..
Jetzt laufen wir erstmal gemütlich zurück zum Böbbele und lassen den Tag ausklingen.
Bis morgen, wir freuen uns 🫶
So, heute geht es also los zu den Cinque Terre:
Von Norden nach Süden gereiht sind das:
Und was macht die Dörfer eigentlich so besonders?
Sie sind winzig klein, pittoresk und last but not least dank ihrer bunten Hausfassaden einfach unbeschreiblich fotogen. Die Dörfer schmiegen sich nahezu perfekt an die schroffen Klippen und allein ihre Lage ist schon atemberaubend.
Und das zieht natürlich viele viele Menschen an, und zwar Millionen jedes Jahr.
Wir sind gespannt, ob es Mitte Oktober zumindest ein bisschen besser ist.
Unser Plan, den wir gestern noch geschmiedet haben:
Wir haben uns beide die Zugfahrkarte+ Trekking+Via dell‘Amore online gekauft (für letzteres muss man gleich ein halbstündiges Zeitfenster buchen)
Kostenpunkt: 27,50 €/Person (der Preis variiert auch je nach Saison und Wochentag).
So, und nun trennen sich heute morgen aber erstmal unsere Wege:
Frank läuft den Sentiero Nr.1 vom Campingplatz aus nach Monterosso al Mare. Das sind 9 km und 420 Hm mit unzähligen Treppenstufen.
Nix für Heike, daher nimmt sie den Zug von Levanto nach Monterosso, und dort treffen wir uns dann wieder zum gemeinsamen Sightseeing und den weiteren Erkundungen.
Los geht’s um 9:30h.
Achso, vorher gab es noch einen Capuccino an der kleinen Bar am Campingplatz.
Frank läuft also wieder zum Strand von Levante zum Einstiegspunkt des Sentiero’s, an dem wir gestern schon waren.
Die Aussicht von diesem Wanderweg ist wirklich toll, aber er ist auch anstrengend und zwar sehr, und wenn Frank das sagt, will das was heißen…..
Er führt durch Olivenhaine, Wälder und steinige steile Stufen, doch die spektakulären Ausblicke auf das Meer und die ligurische Küste lässt einen alles vergessen.
Für Frank also genau das richtige 😂
Heike läuft die 15 Minuten zum Bahnhof nach Levante, und nimmt den Zug Richtung La Spezia.
Schon 7 Minuten später ist man entspannt in Monterosso al Mare angekommen 😉
Dem nördlichsten Ort der Fünf.
Und wir beide treffen uns bei Neptun, der gigantischen 14 m hohen Statue am Strand von Monterosso wieder 🫶
Monterosso al Mare ist das Dorf mit dem wichtigsten Sandstrand, allerdings auch das nicht so spektakuläre.
Wenn man also sowieso nicht viel Zeit hat, würden wir es persönlich auslassen.
Außer man kommt aufgrund der Wanderung von Levanto hier ohnehin raus.
Wir gehen also weiter, wieder zum Bahnhof und fahren in das südlichste Dorf, nach Riomaggiore.
Dort beginnt nämlich die Via dell‘Amore, zum Dorf Manarola, die wir ja dazugebucht haben.
Mal sehen, wie viel Amore da nun wirklich drin steckt 😉, das schauen wir jetzt mal.
Doch zuerst schauen wir uns hier alles an. Es ist schon echt krass, wie die Häuser hier in den Felsen hängen.
Wem das wohl damals in den Sinn gekommen ist?
Auf dem Liebesweg ist wesentlich weniger los.
Der Weg entlang des Felsenz zwischen den Orten Riomaggiore und Manorola wurde schon 1912 gebaut.
War aber Anfang der 90er Jahre wegen einem Felssturz mal für 10 Jahre gesperrt.
Das ist wirklich ein schöner Weg, wo man auch die mediterrane Pflanzenwelt sehen kann.
In Manorola laufen wir noch an den Hafen und schauen dem Treiben zu.
Auch ein sehr nettes Dörfle mit einer schönen kleinen Einkaufsstraße.
Jetzt fehlt uns noch das angeblich schönste Ortchen, Vernazza, da fahren wir zum Abschluss jetzt hin.
Corniglia lassen wir aus, das wird uns heute einfach zu viel.
Also geht’s wieder zum Bahnhof und zwei Stationen weiter sind wir in Vernazza angekommen.
Die Züge fahren hier meist alle
15 Minuten
Hier laufen wir zum Hafen, von wo man wieder einen wunderschönen Blick auf das Dorf hat. Und es ist auch wirklich schön, dennoch kühren wir Manarola zu unserem Favorit.
Übrigens, wer möchte, kann auch die Orte mit dem Schiff ansteuern.
Von der Meerseite ist das alles bestimmt auch sehr schön 🥰
1000 Stufen und zehntausende Schritte später, hoch und runter, sind wir fertig mit der Besichtigungstour, und trinken am Hafen von Vernazza noch einen Absacker in bester Lage.
Die Temperaturen, es hatte es heute mit 25 Grad in sich und wir sind froh, dass die Sonne so langsam hinter den Häusern verschwindet.
Wir sind absolut beeindruckt von allem und laufen glücklich wieder zurück zum Campingplatz.
Das war wirklich ein toller Abschluss unserer Reise.
Wir fragen uns aber, wie schon öfter, was hier im Sommer wohl los ist.
Bestimmt ein Wahnsinn…..
Wir schauen, zurück in Levanto, noch nach einem kleinen Abendessen und dann ist für heute Feierabend.
Und Morgen geht es (leider) so langsam wieder Richtung Heimat.
Guten Morgen ☀️
Jetzt ist er also gekommen, der Tag, an dem es wieder Richtung Heimat geht.
Wir sind wie immer etwas wehmütig, denn wir könnten beide einfach noch so weiterfahren….
Aber, so isses nunmal, und wir genießen noch hier am Campingplatz einen letzten Cappuccino, packen alles zusammen und es geht von Levanto den Berg wieder hinauf zur Autobahn Richtung Genua.
Wir haben uns einen Campingplatz in Thusis rausgesucht, wo wir den letzten Abend und die Nacht verbringen werden.
Bis dorthin sind es knapp 500 km.
Die Autobahn oberhalb der ligurischen Küste ist schön zu fahren.
Man sieht immer wieder links das Meer und rechts nette bunter kleine Dörfer in den Bergen.
Und es geht durch jede Menge Tunnels.
In Genua verspüren wir kurz den Impuls, einfach an den Hafen runter zu fahren und eine der Fähren auf eine der Inseln zu nehmen 😉, aber wir verlassen, vernünftig wie wir sind, nun endgültig die Küste und es geht ins Landesinnere nach Mailand.
An der Mautstelle vor Mailand ist es etwas voll, aber jetzt läuft es wieder.
Bis zum Ziel sind es aber immer noch
180 km, es zieht sich…..
Aber so langsam kommen wir der Schweiz näher, denn die Berge werden höher.
Erst vorbei am Comer See, in Chiasso über die Grenze und dann vorbei am Luganer See.
So ne Bergkulisse ist auch mal wieder was schönes.
Es geht durch den San Bernadinotunnel und immer noch scheint die Sonne, auch wenn es zwischendurch ein bisschen diesig ist.
Die Bergkulisse ist echt fantastisch.
Und dann kommen wir um kurz vor 5 dann auch endlich in Thusis am TCS Camping Thusis ViaMala an.
Brrr, ganz schön kalt hier, ich glaube, heute brauchen wir das erste mal wieder unsere Jacken😉
Wir richten uns das letzte Mal ein, wir stehen im Wald mit wunderschönem Blick auf die Berge und die Abendsonne.
Jetzt genießen wir wirklich den letzten Abend, und gehen ein letztes Mal essen hier im Ort, und zwar in der Pizzeria Bernina.
Ein bisschen bewegen tut gut nach der heutigen Sitzerei, es sind so 15 Minuten zu laufen.
Erkenntnis: Schweizer Preise sind schon echt next Level…..😉
Aaaaber, sehr gut war‘s mit sehr nettem Service
Was war das wieder mal für eine geniale Reise.
Wir schauen zurück auf 18 Tage Abenteuer mit unglaublich viel Abwechslung und tollen Momenten, die wir nie vergessen werden.
Diese Silberhochzeitsreise war wirklich genau nach unserem Geschmack und unser gegenseitiges Geschenk voller Gemeinsamkeit und Glück
♥️🫶♥️
Wir Danken natürlich auch euch, dass ihr wieder dabei wart und bis hierhin mitgelesen habt. Ihr seid toll und wir freuen uns, wenn es euch gefallen hat und wir euch ein bisschen bei unseren Erlebnissen mitnehmen konnten.
Vielleicht hat der Ein- oder Andere ja Lust bekommen, diese Region mal zu bereisen.
Das geht ja auch ohne Wohnmobil.
Wenn ihr Fragen habt, sind wir immer da.
Und jetzt sagen wir Ciao und bis zum nächsten Mal ✋
Frank & Heike
☀️ Wetter
Damit hätten wir wirklich nicht gerechnet, aber wir hatten sooo ein tolles Wetter, und zwar die komplette Zeit über.
Tagsüber immer so um die 20 Grad und Sonne pur.
Abends und Nachts wurde es teilweise frisch, so dass wir manchmal die Heizung angemacht haben,
es ist ja aber auch schon Oktober.
Trotzdem denke lieber Wettergott für einen so tollen Spätsommer, was aber laut den Einheimischen eigentlich normal ist um diese Zeit.
Man kann noch bis in den November hinein richtig sommerliche Temperaturen haben.
Also klare Empfehlung für diese Zeit, wenn man nochmal der Wärme entgegen kommen möchte.
🛣️ Straßen
Die Straßen waren teilweise eine große Katastrophe, übrigens auch die Autobahnen. Tiefe Schlaglöcher und Bodenwellen, die man manchmal umfahren musste, um sich nicht ganz das Fahrzeug zu ruinieren.
Man fragt sich, wohin das Geld von den Autobahngebühren hinfliesst, in den Straßenerhaltung eher schleppend.
Aber liebe Italiener, egal 😉 wir lieben euch trotzdem.
🍕& 🍷 Essen und Trinken
Man kann sagen, was man will, aber die Italiener sind halt einfach richtige Genießer. Egal ob in Restaurants oder einfach in einer Osteria, Enoteca oder Bar, man kann überall sehr lecker essen, trinken und genießen. Egal ob Pizza, typische regionale Gerichte oder Fisch, alles einfach mega lecker und man spürt, es ist ein richtiges Lebensgefühl, sich zu treffen, zu palavern und das Leben zu feiern.
Da waren wir natürlich voll und ganz dabei 😉
An Oliven 🫒 und seine diversen Varianten und Wein 🍷 kommt man in dieser Region sowieso nicht vorbei 😉
💶 Kosten
Auch Campingurlaub kostet und ist nicht mehr so günstig, wie man vielleicht denkt.
Für Campingplätze war von 30 bis 55 Euro alles dabei, wobei letzteres in der Schweiz war.
In der Toskana waren wir von den Preisen in Restaurants positiv überrascht. Vor allem mittags für zwei Hauptgerichte und Getränke oft unter 30 Euro. Klar, mit Wein oder so etwas mehr. Aber das war mittags wegen dem Autofahren ja meistens noch nicht möglich. Und ne Pizza kriegt man hier immer für 10 Euro.
Wein und Bier sind vom Preis her ähnlich wie bei uns.
Beim Aperol Sprizz hatten wir von 3-10 Euro alles dabei.
Auf der Insel Elba war alles einen Ticken teurer. Klar, muss ja auch alles auf die Insel transportiert werden, und daher verständlich.
🏕️ Die Campingplätze mit einem 7m Wohnmobil
Wir hatten wirklich Glück, und es gab keine krassen negativen Erfahrungen.
Wir hatten nicht vorgebucht, teilweise aber 1-2 Tage vorher mal angefragt.
Oft kann man aber in der Nebensaison nicht mehr für einen Kurzaufenthalt reservieren.
Daher die Empfehlung von uns, nicht zu spät einen Platz anfahren.
Nach 15 Uhr kann es schwierig werden.
Prinzipiell sind die Plätze in der Toskana gut in Schuss und auch sauber.
Auch für große Wohnmobile kein Problem.
Wenn man Glamping sucht, muss man eventuell die richtig großen Plätze ansteuern. Die sind dann aber weniger individuell.
Auf der Insel Elba sieht es natürlich etwas anders aus.
Hier sind die Gegebenheiten einfach anders, das alles enger und kleiner und oft terrassiert ist.
Da bekamen wir doch öfter ein Nein, und mussten weiter suchen.
Um diese Jahreszeit zwar kein Problem, denn es gibt viele Plätze, in der Haupsaison ist vorher reservieren definitiv Pflicht.
Wer lieber autark stehen möchte, hat noch eine andere Möglichkeit: jede Stadt hat, teilweise auch direkt im Zentrum, einen Wohnmobilstellplatz (Area Sosta) meist ohne Sanitär und Ver- oder Entsorgung.
Auch das ist eine Alternative.
Wir persönlich präferieren eher einen Campingplatz, auch wenn es ein einfacher ist.
Wir duschen nämlich nicht im Wohnmobil und freuen uns abends immer auf eine heißen Strahl Wasser.
Im Notfall oder bei einem nicht auszuschlagenden Spot stehen wir natürlich auch mal autark.
